Vertrauensausschuss

VA09 2017

(v.l.: Huberta von Fritsch, Esther Schwalb-Rohler, Regina Snell, Natalia Sorokina, Tim Lassen, Martina Steglich, Aljona Hofmann, Eva Knirsch, nicht auch dem Bild: Siggi Geicke, s.u.)

In der Emmausgemeinde nennt sich der Kirchenvorstand Vertrauensausschuss. Im gegenseitigen Vertrauen leitet der Vertrauensausschuss gemeinsam mit Pfarrerin Hofmann die Gemeinde. Aktuell gehören ihm 8 Mitglieder an. Vorsitzende ist Frau Eva Knirsch. Stellvertretende Vorsitzende ist qua Amt Frau Pfarrerin Hofmann. Die Geschäftsführung der Gemeinde obliegt Frau Pfarrerin Hofmann.


Aljona Hofmann (Pfarrerin)

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Frau Pfarrerin Aljona Hofmann stellt sich unter Pfarrerin vor. Frau Hofmann ist qua Amt stellvertretende Vorsitzende des Vertrauensauschusses.

 

 

 

 

 


Siggi Geike

Ich fühle mich in meinem christlichen Glauben in unserer "bunten" Gemeinde geborgen und habe einen Glaubensstandort hier in Moskau!

... "wenn ich jede Hand, die sich mir täglich entgegenstreckt irgendwie erreichen kann, eventuell auch noch in irgend einer Art helfen kann, dann habe ich schon viel erreicht --- Der Weg ist das Ziel.

Privat versuche ich, mich an das afrikanische Sprichwort zu halten: "Zeige der Sonne Dein  Gesicht und die Schatten fallen hinter Dich!" Und für die "Welt" gilt für mich: "Ich will die Welt wie ein loses Gewand tragen!" --- auch ein afrikanisches Sprichwort, welches mir täglich hilfreich zu Seite steht!

Im Mai 1990 bin ich geschäftlich nach Moskau gekommen, und habe hier meine 3. Ehefrau finden dürfen. Somit lebe ich hier in dieser von allen Seiten her sehr interessanten Millionenstadt und bin hier zu Hause! Heimat? .......das ist für mich Schleswig-Holstein, Nuebbel – ein kleines Dorf an der Eider, dort bin ich aufgewachsen, dort steht mein Elternhaus! Ein bis zweimal im Jahr "erhole" ich mich dort!

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Natalia Sorokina 

Natalia Sorokina2016

 

 

Moskau ist meine Heimatstadt. Ich bin hier geboren.  Aufgewachsen bin ich in Nischni Nowgorod (rund 400 km östlich von Moskau an der Einmündung der Oka in die Wolga), wo meine Eltern hingezogen sind, als ich klein war. Nach dem Uni-Abschluss in Nischni Nowgorod, wo ich Wirtschaft und Fremdsprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch) studiert habe, bin ich aus beruflichen Gründen wieder nach Moskau gekommen.

Schon seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Emmausgemeinde, weil mir Glaube und gute Gemeinschaft sehr wichtig sind.  Seit 2009 bin ich ehrenamtlich in der Kinderarbeit tätig. Ich unterstütze das Team für die Kindergottesdienste, helfe aber auch gerne bei anderen Aktivitäten der Gemeinde, wie z.B. Kinderbibeltage. Große Freude macht mir die Mitgestaltung der Kindergottesdienste sowie der anderen Veranstaltungen, weil ich gern mit Kindern und Jugendlichen zusammen bin. Es macht mir unter anderem Spaß, die Themen zu erarbeiten und die Kinder spielerisch in die Kirchengemeinde einzubringen.  Es ist toll zu sehen, wie sie die biblischen Geschichten verfolgen, schöne Bastelarbeiten zaubern und beim Spielen ausgelassen und fröhlich sind. Auch wenn es mal Streit und Probleme unter den Kindern gibt, sie nicht zuhören und einfach nur „wild“ sind, ist es aber das Positive, was zählt und jeder freut sich auf das nächste Treffen.

Es freut mich, wenn ich sehe, dass den Kindern die Unternehmungen ebenfalls Spaß machen. Ich wünsche mir, dass die Kindergottesdienste weiter so gut besucht sind wie in der Vergangenheit, es den Kindern Freude macht und sie auch an anderen Veranstaltungen weiter gern und häufig teilnehmen, dass die Kinderarbeit in der Gemeinde weiterhin so lebendig bestehen bleibt und von den Kindern gern angenommen wird.

Für die Gemeinde möchte ich gerne meine Erfahrungen, die ich im organisatorischen und menschlichen Bereich gemacht habe, einbringen und freue mich aber auch auf neue Aufgaben.

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Martina Steglich 

 Steglich VA1

"Wer sich überall zu Hause fühlt, ist nirgends daheim", so heißt es in einem russischen Sprichwort. 
Dass ich mich als Mitarbeiterin des Auswärtigen Amtes, die in der Regel alle vier Jahre ihren Wohnort wechselt, schon bald nach meiner Ankunft im Sommer 2015 auch in Moskau zuhause gefühlt habe, habe ich nicht zuletzt der herzlichen Aufnahme in unserer Emmausgemeinde sowie den freundlichen und hilfsbereiten Gemeindegliedern zu verdanken. Gerne möchte ich mich daher in unserer Gemeinde einbringen und aktiv mitarbeiten, auch damit sich Menschen, die künftig nach Moskau kommen, hier so schnell und wirklich zu Hause fühlen wie ich. 


Außerdem gehören dem Vertrauensausschuss an:

Eva Knirsch (Vorsitzende)

Huberta von Fritsch

Esther Schwalb-Rohler

Regina Snell

Tim Lassen 

Ihre Vorstellungen folgen noch.

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EHEMALIGE MITGLIEDER:

Matthias Borcholt (ausgeschieden im Juli 2017)

va-Borcholt-MatthiasMit meiner Frau und unserem Sohn hat uns der Beruf für ein paar Jahre nach Moskau geführt. Damit ist ein langgehegter Traum in Erfüllung gegangen. Das faszinierende Russland hat uns schon lange gelockt. Ich freue mich, dass wir auch hier in der Fremde eine Gemeinde haben, in der wir Anstoß und Austausch im Glauben erfahren und gemeinsam das Leben der Menschen hier und die Möglichkeiten der russischen Metropole wahrnehmen. Gerne bringe ich mich hier verantwortlich in die Gestaltung des Gemeindelebens ein, damit wir weiterhin viele Menschen ansprechen, ihnen ein Zuhause geben und sie begleiten können. 

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Elke Bernstein (ausgeschieden im Juli 2017)

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Ich bin des Berufes wegen nach Moskau gekommen und habe die Emmausgemeinde gleich als Hafen angesteuert.

Als Bedienstete des Auswärtigen Amtes gleicht mein Leben einer großen Schifffahrt: von Zeit zu Zeit steuert man verschiedene Plätze an, wobei man sich immer wieder neu auf die Lebenssituation einstellen muß.

Ich habe meinen Anker gerne hier geworfen, die Kontakte und die Beschäftigung in der Gemeinde sind mir sehr wichtig.

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Karl Bauer

Was ich an der Gemeinde schätze?

Von meiner Herkunft her bin ich ein typischer Vertreter der sogenannten Volkskirche. Vermutlich würde ich an jedem beliebigen Ort der Welt, wo ich mich gerade aufhalte, am Sonntag nach einer christlichen Gemeinde suchen. Der Besuch eines Gottesdienstes ist einfach ein angeborener Trieb in meinem Dasein.

Die Emmausgemeinde ist aus der Sicht von Mitgliedern, die immer hier sind (wie meine Frau Valentina und ich), auch durch ihre hohe Fluktuation interessant. Man lernt immer neue Leute kennen, mit denen einen mehr als nur ein gemeinsamer Gottesdienstbesuch verbindet. Es stellt sich immer wieder heraus, dass das ideologische Tischtuch des Herrn sehr groß ist. Es bietet vielen Strömungen und Vorstellungen Platz, die unter evangelisch gesammelt werden können.

Wichtig empfinde ich, dass die Gemeinde offen ist und bleibt für Suchende, aber auch für Menschen, die nur noch über die Hintergrundstrahlung erahnen, dass ihre Familie irgendwann mal christliche, vielleicht sogar evangelische Wurzeln hatte.

Wofür ich mich einsetze?

Dass die Emmausgemeinde möglichst viel von unserem westlichen Verständnis von Kirchen der Reformation sowohl in das reformierte Umfeld in Russland, als auch in die uns derzeit nicht gerade gedanklich voll erfassbare orthodoxe Welt hinein abzustrahlen vermag!

Dabei geht es darum, das gute Einvernehmen mit der katholischen Schwestergemeinde weiter zu pflegen und der orthodoxen Umwelt in erster Linie eine "gesamtlateinische" Haltung vorzuleben, die das beinhaltet, was wir mit den Katholiken gemeinsam haben, nämlich das Grundverständnis, dass jedes gesellschaftliche Leben auf dem römischen Recht, das für Alle gleich zu sein hat, angewendet sein sollte, und nicht auf byzantischem Beziehungsgeflecht.

Warum ich in Moskau bin und mit wem?

Von einer ursprünglichen Interessiertheit an den Vorgängen in der Sowjetunion als Student und DAAD-Stipendiat 1975 - 78 hat es mich dann beruflich ganz hierher verschlagen und auch über die Jahrzehnte verklebt. Ein Vierteljahrhundert verbrachten wir mit unseren Töchtern in Moskau, die nach dem Abitur an der Deutschen Schule 2003 und 2007 in Richtung Westeuropa zum Studium das elterliche Haus verlassen haben.

So hoffen wir, dass wir uns zu zweit für eine Restlaufzeit von gut 5 Jahren, noch ein wenig "beeilen können Gutes zu tun"- so der Herrgott mir die Möglichkeit gibt, ein sozial verträgliches Arbeitsleben genau an der gesetzlichen Pensionierungsgrenze durchzustehen.

Was ist für mich Heimat?

Die soeben abgeflauten Staatsfeiern zum Sieg über Hitler-Deutschland (09. Mai 2010) geben dieser Frage eine gewisse Brisanz. Heimat ist für mich sicherlich nicht, in Preußens - oder bei mir besser gesagt Bayerns - Gloria zu schwelgen oder besonders stolz darauf zu sein von dort her zu kommen.

Heimat ist Schicksal! Es umfasst den Kulturkreis, in den ein Mensch hineingeboren wurde, mitsamt seinen kulturellen Leistungen und auch seinem Schmach, der sich ja auch in dem heute natürlich auch schon künstlich aufrecht erhaltenen Siegesjubel widerspiegelt.
Zunächst bin ich Gott dankbar, in eine christliche Umgebung hineingeboren zu sein, in der sich natürlich zuallererst aus Tradition aber hoffentlich auch über den Zweifel aus Überzeugung der Glaube an die Macht der Liebe festigen konnte. Nach meinem persönlichen Empfinden ist dies ein Erbe der Reformation.

Heimat sollte aber auch immer das unbehagliche Gefühl bleiben, dass draußen vor den Türen und drinnen in den Räumen viele Menschen unbewusst die Sehnsucht nach Heimat in sich tragen, aber dieses Gefühl nie erfahren durften.

Heimat wird stets von ihren Mitnutznießern nach außen, in andere Weltgegenden getragen. So will ich stets versuchen, Deutschland von der positiven Seite darzustellen, auch wenn es manchesmal das Nachzeichnen von Klischees bedeutet, welche die Russen aus mehr als 500 Jahren nebeneinander über die Deutschen haben und hegen. Besonders wichtig ist für mich ein Vorbild im Strassenverkehr zu sein und zu bleiben. Sämtliche Bestrebungen mein Heimatland neutral darzustellen, scheitern sprachlich schon an meiner mainfränkischen Klangfarbe oder etwaigen selbstverleugnenden Vertuschungsversuchen, nach mehr als 30 Jahren Industriemanager in Moskau nicht als der Waldbauernbub aus dem Vorspessart erkannt zu werden, als der ich vor fast sechzig Jahren das Licht der Welt erblickte.

Nicht nur das Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, sondern auch Burjatien, aus der meine Frau stammt, ist für mich ein Stück Heimat. Und natürlich Moskau, obwohl ich nie zum richtigen Stadtmenschen taugen werde, und auch sehr viel laut kritisiere.

Heimat glänzt immer in mehreren Facetten: des Ortes, des augenblicklichen kulturellen Umfeldes und der geistlichen Zugehörigkeit. Und Heimat ist auch immer die Achtung der Heimat des Anderen, des Nächsten in ihrer Verschiedenartigkeit der Werte.

(Karl Bauer ist Mitglied auf Lebenszeit)

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