Das Leben in einem fremden Land bringt bisweilen Krisen- oder Konfliktsituationen hervor, mit denen man zuvor nicht gerechnet hätte. Das Gefühl fremd zu sein, vielleicht einsam oder nutzlos, kennen viele aus ihrem Heimatland nicht oder nicht in dieser Ausprägung. Wachsender Druck am Arbeitsplatz oder auch im privaten Umfeld ist dagegen wohl eine globale Erfahrung. In Verbindung mit Sorgen in der Beziehung oder Partnerschaft, in der Erziehung und Bildung der Kinder oder bei der Pflege von Angehörigen in Heimatland können Situationen entstehen, in denen die Seele leidet.

Jesus Christus sagt zu uns:
“Kommt zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten tragt, bei mir könnt ihr euch erholen!” (Matthäus 12, Vers 28)

Seelsorge ist ein zentrales Anliegen der Kirche insgesamt und auch der Emmausgemeinde, in der Konflikte und Notlagen ratsuchender Menschen aufgenommen werden. Seelsorge möchte bei der Bewältigung von krisenhaften Situationen helfen.

Ein seelsorgliches Gespräch mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer bietet die Möglichkeit, persönliche Ängste und Sorgen auszusprechen. Ratsuchende können sich in allen Glaubens-, Lebens- und Gewissensfragen jederzeit an die Seelsorgerin oder den Seelsorger wenden.

Im Rahmen ihrer Möglichkeiten werden Geistliche den Menschen in Not zur Seite stehen oder - sofern möglich - an andere Beratungsstellen und Hilfsorganisationen vermitteln. Vertraulichkeit bleibt in allen Fällen absolut gewahrt, da Pfarrerinnen und Pfarrer aufgrund ihres Ordinationsgelübdes zu absoluter Verschwiegenheit (auch gegenüber Behörden) verpflichtet sind.

Darüberhinaus wird seelsorgliche Hilfe auch in Einrichtungen der Telefonseelsorge angeboten.