PSALM 23 "Der gute Hirte" in einer Bearbeitung unserer Konfis

Gott sorgt für uns und er beschützt uns. 
Er möchte für uns das Beste.
Er hilft uns, den rechten Weg zu finden, bewahrt uns davor, dumme Sachen zu tun.
Und selbst in meiner dunkelsten Stunde halte ich an dir fest und du an mir.
Du lässt mich meinen Feinden ins Angesicht schauen und hilfst mir, eine Lösung zu finden.
Du tust mir Gutes, weil ich dir wichtig bin. 
Ich bin immer bei dir und du bei mir. 

GEBET

Kraft für diesen Tag

Gib mir die Kraft für diesen Tag,

Herr, ich bitte nur für diesen,

dass mir werde zugewiesen,

was ich heute brauchen mag.

Jeder Tag hat seine Last,

jeder Tag bringt seine Sorgen

und ich weiß nicht, was für morgen

du mir, Herr, beschieden hast.


Aber eines weiß ich fest,

dass mein Gott, der seine Treue

täglich mir erwies aufs Neue,

sich auch morgen finden lässt.

Gib mir heute deinen Geist,

dass das Band wird stark erfunden,

das mich hält mit dir verbunden - 

und bis morgen nicht zerreißt.

AMEN


 

GEBET

Gott, wir danken dir dafür, dass du für uns sorgst. Wir danken dir, dass uns Liebe, Trost, Nahrung schenkst und auch Freude, selbst in trüben Zeiten.

Wir bitten Dich für alle, die verängstigt sind wegen des Corona-Virus: Beschütze sie und uns und gib uns allen neuen Mut.

Wir bitten Dich für die, die sich in Quarantäne oder Selbstisolation befinden: Lass sie die Zeit der Trennung nicht zu belastend erfahren, sondern neue Möglichkeiten entdecken.

Wir bitten Dich für die Eltern von Kindern und Jugendlichen, auch unter uns: Gib ihnen Geduld, Kreativität und Freude mit ihren Kindern.

Wir bitten Dich für die Älteren und alle, die mit ihnen zu tun haben: 

Bewahre sie vor Ansteckungen und den Schäden der Distanzierung.

Wir bitten Dich für alle, deren wirtschaftliche Existenz durch Corona bedroht wird: Lass sie Hilfe und Solidarität erfahren.

Wir bitten Dich für Ärzte und Pflegepersonal und für alle, die mit den besonders Gefährdeten arbeiten: Gib ihnen Kraft, gute Worte und Beherztheit.

Wir bitten dich für alle, die in diesen Tagen Entscheidungen treffen und umsetzen müssen, die ihnen schwer fallen: 

Gib ihnen Deinen Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Amen


 

Gott, zu dir rufe ich am frühen Morgen

hilf mir beten und meine Gedanken sammeln;

ich kann es nicht allein

In mir ist es finster, aber bei dir ist Licht

ich bin einsam, aber du verlässt mich nicht

ich bin kleinmütig, aber bei dir ist Hilfe

ich bin unruhig, aber bei dir ist Frieden

in mir ist Bitterkeit, aber bei dir ist Geduld

ich verstehe deine Wege nicht,

aber du weißt den rechten Weg für mich.

Vater im Himmel,

Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht

Lob und Dank sei dir für den neuen Tag

Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue

in meinem vergangenen Leben.

Du hast mir viel Gutes erwiesen,

lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen.

Du wirst mir nicht mehr auferlegen, als ich tragen kann.

Du lässt deinen Kindern alle Dinge zum besten dienen.

(Dietrich Bonhoeffer)


 

Morgengebet

Schön und offen strahlt dieser Morgen. 

Du hast geschöpft, aus dem Ursprung. 

Du hast geschenkt, aus der Fülle.

So neu alles, wie am Anbeginn der Zeit, 

als wäre es genug, 

dies staunend zu begrüßen.

Stille ist in ihm, Kraft und Genug. 

Du führst mir vor Augen und ins Herz 

unendliche Güte.

Und nach der Stille kommen die Gedanken 

und die Bilder und die Bitten. 

Du kennst sie und hörst dennoch.

Für die Nächsten und Übernächsten bitte ich. 

Für die an Zäunen und in Lagern und im Schutt. 

Für die, die festsitzen im Niemandsland der Abgrenzung.

Für die, die pflegen mit und ohne Schutzkleidung. 

Und die, die ganz verwirrt sind. Die liegen müssen, die ganze Zeit. 

Die den Menschen hinter der Atemmaske und Schutzanzug nicht erkennen.

Für die, die jetzt besonders in Verantwortung sind. 

Und die, die von deren Entscheidungen abhängen. 

Und die Kinder, die rumtoben und kreischen und einfach so sein wollen.

Für alle, die die Welt gar nicht mehr verstehen. 

Denen der neue Tag Angst macht und Sorge. 

Die bangen um Leib und Leben.

Ich bitte, auch für mich. 

Bleibe nah! Schenke Licht! Schenke Gesundheit! Sei Du Halt! 

Du – Barmherziger. Amen.

(Theresa Rienecker)


 

Immer gab es Toilettenpapier – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Milch – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Konservendosen – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Kino – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Schuhläden – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Reisen – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Feiern – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Begegnungen – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Umarmungen – hab ich dir je dafür gedankt?

Immer gab es Nähe – hab ich dir je dafür gedankt?

Ich danke dir für die Rolle Toilettenpapier, die ich noch habe

und für den Liter Milch, der noch fast voll ist

und dafür, dass ich auch ohne Konservendosen jeden Tag genügend zu Essen habe

und Filme im Fernsehen sehen kann, dass meine Schuhe mich noch lange tragen

und ich spazieren gehen kann,

dass ich mit einem kleinen Stück Schokolade den Tag feiern

und Menschen am Telefon begegnen kann,

dass deine Liebe mich umarmt

und Nähe so ein wertvoller Schatz geworden ist.

Ich danke dir, dass es so viel Grund zum Danken gibt

und ich danke dir, dass ich dir danken kann.

DANKE

(Pfarrer Jens Peter Erichsen)